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Globaler Markt der Containertransporte gibt das Warnsignal

17.12.2018

kontejnery

Die Situation auf dem globalen Containertransportmarkt deutet auf einen ausgeprägten Rückgang der Wachstumsrate des Welthandels hin.

Nach den TASS-Daten lag die Wachstumsrate der Nachfrage nach Seecontainertransporten 2017 bei 5,8%, für den Zeitraum ab dem Beginn des laufenden Jahres betrug dieser Zuwachs 4,2%. Im dritten Quartal verlangsamte es sich bis auf 2,7%, berichtet Maersk.

Auf den wichtigen Routen in Ost-West-Richtung stieg die Nachfrage im dritten Quartal nur um 1,9%. Das Dienstleistungsvolumen in Asien-Europa stieg um 2,3%, hauptsächlich aufgrund der Importe nach Deutschland und Osteuropa. Gleichzeitig war die Nachfrage nach Importen nach Großbritannien, in die Türkei und in die Länder des Mittelmeerraums negativ.

Auf den Routen der Nord-Süd-Richtung stieg das Volumen im dritten Quartal um 2,1%. Die Abschwächung war durch eine nachlassende Nachfrage nach Importwaren in afrikanischen Ländern bedingt. Die Importen nach Lateinamerika nahmen nur um 1,1% zu, da die inländische Konsumnachfrage nachließ, was die Nachfrage nach Containerimporten maßgeblich bestimmt. Auf den Routen in die Länder des Persischen Golfs und des indischen Subkontinents stieg das Volumen um 1,4%, während es auf innerasiatische Dienstleistungen um 4,3% stieg.

Die Nachfrage nach Beförderungen aus Asien nach Nordamerika ist weiter gestiegen: Im dritten Quartal stieg das Volumen in diesem Segment um 3,7%. In die entgegengesetzte Richtung gingen die Beförderungen aus den USA und Europa nach Asien im Quartal zurück. Diese Dynamik ist hauptsächlich auf die Beschränkungen von China beim Import von Abfällen und Sekundärrohstoff zurückzuführen.

Insgesamt prognostiziert Maersk in diesem Jahr ein Wachstum des globalen Containermarktes von 3-4% und für 2019 eine Verlangsamung auf 2-4%.

Gründe der Verlangsamung

Die Hauptrisiken des weiteren Zuwachs der globalen Containernachfrage beruht sich neben der zyklischen Abschwächung der Weltwirtschaft auch auf die Zunahme der Abfertigungsgebühren und die Einführung anderer Maßnahmen, die den internationalen Handel einschränken, sowie auf die Verschärfung der US-Geldpolitik und die Umstellung der Anlegerstrategie für die Schwellenländer auf ein minimales Risiko, als auch auf die Unsicherheit, die mit dem bevorstehenden Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU verbunden ist – darauf verweist Maersk hin.

Maersk zufolge könnten die in diesem Jahr bereits eingeführten und erwarteten Handelseinschränkungen zwischen den USA und China das Potenzial des globalen Containermarktes in den Jahren 2019-2020 um 0,5-2% verringern.

Frachtraten

Laut dem CCFI-Frachtindex waren die durchschnittlichen Frachtraten im dritten Quartal um 1,2% niedriger als im Vorjahr. Gleichzeitig sanken die Raten auf den Routen von Asien zu den nordeuropäischen Häfen um 3,7%, zu den Häfen des Mittelmeers - um 9,3% und zu den Häfen der Westküste der Vereinigten Staaten um 11%.

Maersk berichtet, dass die auf dem Markt existierenden erheblichen Risiken im nächsten Jahr zur Verringerung der Raten führen könnten. Neben der rückläufigen Nachfrage wird die Preisbildung auch durch eine Erhöhung der Kapazität der Containerflotte beeinflusst. Ende September betrug die Kapazität der weltweiten Containerflotte 22 Millionen TEU, um 6% mehr als ein Jahr zuvor. Drei Monate lang erhöhte sich die Flotte um 40 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von 276 Tausend TEU.


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