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Fernlastfahrermangel als ein wachsender negativer Trend

21.05.2018

In der Logistikgemeinschaft wird das Thema des beruflichen Fahrpersonalmangels schon seit langem besprochen. Den letzten statistischen Angaben nach, spiegelt die entstandene Situation nicht nur vorübergehende Schwierigkeiten wider, sondern wird schon zu einem negativen Trend.

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Maxim Sisyuk, Leiter der FG TELS Autotransportabteilung

Einige statistische Daten:

  • Etwa 70% LKW-Fahrer in Spanien sind die Personen in den Fünfzig (Spaniens Oberverwaltung des Straßenverkehrs).
  • Nach den Jahresergebnissen 2016 in Deutschland war nur ein Drittel der Fahrer mit Führerscheinen der Fahrererlaubnisklassen C oder C+E unter 45 Jahre alt; ungefähr 66% der Fernlastfahrer verlassen ihren Beruf während 15 Jahren (Verband der deutschen Logistiker und Beförderer).
  • In Großbritannien wächst der Fahrermangel mit 50 Personen pro Tag; das Durchschnittsalter der LKW-Fahrer betrifft etwa 55 Jahre (Zeitung The Sun).
  • In Polen mangelt es an ungefähr 100 Tausend Fahrern; die meisten LKW-Fahrer sind im Alter von 45 bis 50 Jahren (Beratungsagentur PwC).

  • Zuwachs an jungen Fahrern sinkt

    Nach PwC-Angaben betrug die Anzahl von ausgestellten Führerscheinen der Fahrererlaubnisklassen C oder C+E im Jahre 2006 ungefähr 300 Tausend, im Jahre 2011 – nur 48 Tausend.

    Nach Bundeswehr Auflösung des Dienstpflichtes 2011 hat sich der Zuwachs von jungen Fahrern in Deutschland verringert: etwa 15 Tausend Mann haben jährlich den Fahrerwerb in der Armee gelernt.

    Eine der Gründe für die Wahl eines anderen Berufes von den europäischen jungen Leuten ist ein hoher Betrag beim Erwerb des Fahrerberufes für internationalen Transport und schwierige Arbeitsbedingungen. Die Teilnahme am Fahrerlehrgang, z.B. in Polen, kostet etwa 2 Tausend Euro (8,5 Tausend Zloty).

    In Russland ist auch eine Senkung des LKW-Fahrerzuwachses festgestellt. 2017 ist die Anzahl der neuen Besitzer von Führerscheinen mit Fahrererlaubnisklasse „С“ bis 106 400 von 124 600 in dem Jahre 2016 gesunken, die Führerscheine der Fahrererlaubnisklasse „D“ haben 37 900 Menschen erhalten (2016 – 42 300).

    Noch ein Grund geringer Attraktivität des Fahrerberufes für die jungen Leute ist die Entwicklung von ferngelenkten Technologien. Die Prüfung der unbemannten Lastkraftwagen wird schon von den Firmen Uber, Waymo, StarskyRobotics u.a. durchgeführt. Kaum zu glauben, können die ferngelenkten Technologien die lebendigen Menschen in den nächsten zehn Jahren ersetzen, aber die Aussichten des Mangelberufes in der Zukunft im Auge behaltend, wählen die jungen Leute die zuverlässigeren Arbeitsbereiche.

    Wanderung ist keine Rettung

    Die westeuropäischen Unternehmen haben sich angewöhnt, das Problem des Fahrermangels durch Fahrerwanderung von den osteuropäischen Ländern zu lösen. Die polnischen Fahrer, z.B., wandern aktiv nach Deutschland, wo ihr Arbeitslohn einhalbmal höher liegt. Seinerseits, wandern die Fahrer von Rumänien, Moldawien, der Ukraine und Belarus nach Polen gern.

    Dennoch, der Statistik nach, wird diese Quelle bestimmt auch erschöpft.

    Ungefähr 20% der Transportunternehmen in Polen haben regelmäßige Probleme mit Fahrerkräften, 60% teilen von gelegentlichen Schwierigkeiten mit.

    Ein scharfer Fahrermangel ist in Litauen festgestellt. Nach Angaben des Stellennachweißes wurden 2016 in Litauen 13 000 Ausländer eingestellt, darunter 87% als LKW-Fahrer.

    Das Staatsarbeitsamt hat in der Basis in Belarus 2017 freie Stellen um das Dreifache mehr, als Bewerber angemeldet.

    Neue Schemas der Frachtentwendungen

    In der entstandenen Situation erarbeiten Kriminalitätsträger neue Schemas für Frachtentwendungen.

    Die Hauptschemas für Frachtentwendungen waren bis vor kurzem die folgenden: a) das Schaffen von Scheinlogistikunternehmen; b) der Kauf von Schwindlern gewissenhafter Transportunternehmen. Solche Beförderer haben ihre Tätigkeit fortgesetzt, bis sie eine große Partie kostbarer hochliquider Fracht bekommen, wonach die Wagen mit der Fracht verschwinden.

    Die neusten Nachrichten von den EU-„Feldern“: die Frachten bei ihren Auftraggebern begannen die Fahrer-Einwanderer zu stehlen. Wegen des Fahrermangels sind die Transportunternehmen dazu gezwungen, nicht nur unerfahrene, sondern auch nicht zuverlässige Arbeitskräfte einzustellen. Das genießen die Schwindler.

    Ein Praxisbeispiel. Ein Auftraggeber wandte sich für die Lieferung seiner hochliquiden Frachten zu einem zuverlässigen polnischen Auftragnehmer, mit dem er erfolgreich seit langem zusammengearbeitet hatte. Der Auftragnehmer vertraute die Frachtbeförderung zwei Fahrern, den ukrainischen Bürgern, die zu dieser Zeit in der Firma eineinhalb Monate arbeiteten. Nach einiger Zeit der Beladung nach hörten die On Board Unit mit GPS auf, das Signal zu übermitteln, und die Fahrer, sich zu melden. In dem vorliegenden Fall ließ die Sprungbereitschaft von Managern, die auf verdächtige Tatsachen schnell reagiert hatten, den Schwindler fern nicht abfahren, wir erfahren aber manchmal die Nachrichten über die ähnlichen Fälle gelungener Diebstähle.

    Gewährleistung der Frachtunversehrtheit unter neuen Bedingungen

    Das Auswahl-und Zulassungssystem von Transportunternehmen zur Zusammenarbeit erfordert ständige Verbesserungen und Ergänzungen. Was die Firmengruppe TELS angeht, so wird hier die Anweisung der Lieferantenzulassung (Autobeförderer) zur Frachtbeförderung jährlich erneuert. Die Anweisung betrifft das System der Programm-und Organisationsüberwachung der Geschäftsvorgänge und wird von den Fachleuten vollgezogen, die sich mit den Transportunternehmen beschäftigen.

    Ich kann alle Einzelheiten dieser Anweisung nicht erschließen, um die „Hauptpunkte“ nicht zu verraten und die Auswahlwirksamkeit nicht abzuschwächen. Doch, möchte ich sagen, dass Lieferant auf allen Ebenen geprüft wird – von der Dokumentenentsprechung den Vorbildern des Eintragungslandes bis zur Informationsüberprüfung des Geschäftswertes. Als Merkmale einer unzuverlässigen Gesellschaft können die folgenden treten:

    • die Information in den vorgelegten Dokumenten entspricht der Information von unseren Informationsquellen nicht;
    • die Tätigkeitsgeschichte des Lieferanten fehlt;
    • während der letzten 1,5-2 Jahre haben sich der Eigentümer und das Tätigkeitsgebiet geändert;
    • die Firma ist unter der Adresse der Masseneintragung angemeldet;
    • die Internetseite fehlt; oder es gibt eine Seite, die aber Bedenken erregt (ist vor kurzem geschafft, hat weniges Inhaltsbefüllen, Entwickler fehlt u.a.);
    • die Festnetz mit der Firma fehlt; die in den Firmendokumenten angegebene Festnetztelefonnummer gehört zu einem Vermittler (Dispatcher) oder überhaupt fehlt;
    • und andere; im Allgemeinen mehr als 20 Punkte mit Merkmalen einer Unzuverlässigkeit.

    Seit einiger Zeit sind in die Anforderungen zu den Lieferanten von Transportdienstleistungen, die zur Lieferung von hochliquiden Frachten zuzuziehen sind, noch die Fahrerdienstzeitbedingungen hinzugesetzt.

    Als ein neuer wichtiger Praxisbestandteil für die Beförderungssicherheit tritt heute das obligatorische Vorhandensein bei einem Transportunternehmen des Systems von technischen und organisatorischen Mitteln für eine kontinuierliche Überwachung der Güterbewegung.

    Es mangelt nicht nur an Fahrern

    Der Mangel an qualifizierten LKW-Fahrern hat zu ihrem Wertanstieg auf dem Markt angeführt. Nach Forschungen der Seite GorodRabot.ru für den Zeitraum ab Februar bis März 2018 ist der Fernlastfahrerlohn in Russland ungefähr um 11% gestiegen.

    Dennoch betrifft der personelle Mangel in dem Logistikbereich nicht nur Fahrer, sondern auch qualifizierte Manager. Im Hintergrund der vorjährigen Ausstellung TransPoland haben die Vertreter eines der führenden polnischen Personalinternetportals den Gesamtmangel an qualifizierten Fachkräften in dem europäischen Logistikbereich in den nächsten drei Jahren auf dem Niveau 250 Tausend Menschen prognostiziert.

    Solche Geschäftslage muss die Wertsteigerung von Logistikdienstleistungen beeinflussen. Zum Beweiß dieser Vermutung haben die Firmen „HermesGermany“ und „GO! Express&Logistics“ die Kostenerhöhung für Transportdienstleistungen um 4-4,5% mitgeteilt, dabei haben sie das als eine Notwendigkeit erklärt, in Mitarbeiter anzulegen.

    Man hat die folgenden Quellen bei der Artikelvorbereitung benutzt: transinfonews.by, telsgroup.ru, ati.su, edurobots.ru


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